Murder in the Cathedral          
Afraid of                    


1981:
Stéphane und Pascal Moru, künftige Gründer der Gruppe Murder in the Cathedral teilen sich mit einem nahen Freund ein Appartement in Caen. Die engen Mauern der drei Zimmer garantieren eine „geräucherte“ Atmosphäre, getragen von einem musikalischen Eklektizismus, bedingt durch „ das Fieber, die Kraft, die Energie und eine gewisse Art der Vergeistigung“. Auf die Hymnen der Magmaiens folgen die psychodelischen Auswirkungen der Musik der 13th Floor Elevator oder Collectors, der jugendliche Aufstand der Liberty Bells oder Chocolate Watch Band, die politische Ausrichtung der Deviants und der Edgar Brougthon Band, die unerbittliche Kritik der Mothers of Invention sowie weitere musikalische Ausdrucksformen, die jegliche Zugeständnisse an stetig steigende Ansprüche formatierter Produkte ablehnen. John Coltrane, Henry Cow, Joy Division, The Residents sind weitere wesentliche Bestandteile dieser höchst explosiven musikalischen „Bibliothek“. 

Die Musikbesessenheit der Jungs konnte zunächst nur durch das Sammeln der entsprechenden Vinyl-Scheiben befriedigt werden. Sie lösen „innere Prozesse“ aus, die auch den Tag überdauern. Auch wenn sich die Jungs dessen nicht so ganz bewusst waren, letztlich wünschen sie, die bewusstseinserweiternden Werke ihrer Helden wieder aufleben zu lassen. Alain Lebon, künftiger Gründer der Labels Soleil de Gaia und Soleil Zeuhl beteiligt sich regelmäßig an diesen musikalischen Ausdrucksformen, die mehr den Beschwörungsdelirien von Amon Düül 1 als einem Professionalismus folgen mit allen Mitteln zum Erfolg zu gelangen. Bestimmte Themen, die keinen zeitlichen Aufschub erlauben, werden zu einem eigenständigen Ergebnis in den Titeln „Dogs of the Streets“ oder „Polizei“ verarbeitet. Nach einem Jahr des Lebens in einem selbst geschaffenen, parallelen Universum geht jeder seinen Weg, die Brüder Moru kehren in ihre kleine Geburtsstadt, Vire, zurück. 

Ihre Leidenschaft Schallplatten zu sammeln, lässt sie fast schon zwanghaft in die Angebotslisten amerikanischer, englischer, holländischer und deutscher Verkäufer abtauchen. Ihre Begeisterung und Leidenschaft lässt sie ihre Suche mit der Intensität ähnlich der Recherche für eine Doktorarbeit, durchführen. Ihre Suche führt sie über den Folkrock der Byrds oder Leaves, den Psychedelic-Rock von Music Emporium oder HP Lovecraft, dem Punk der Wig oder von Lollipop Shoppe, dem Westcoast-Sound der Jefferson Airplane oder Quicksilver zur Acidmusik von Third Power und dem Rhythm and Blues der Shadows of Knights. Die Recherchen drehen sich um obskure Labels, führen sie aber auch zu neuen geografischen Horizonten: Holland, Australien, Südamerika. Sehr schnell wird die Idee geboren, diese Leidenschaft mit mehr als nur ein paar Freunden und Hardcore-Sammlern zu teilen. 1984 erscheint das Fanzine „Everlasting Tribute“. Es erscheint zu dieser Zeit jährlich und enthält LP-Kritiken aus der Zeit des Psychedelic-Rocks, beschäftigt sich aber auch mit der aufkommenden Neo-Psychedelic-Szene. In der ersten Ausgabe sind Interviews mit Mick Farren von den Deviants, Gregg Pro-vost von den Chesterfield Kings, Gary Danner von den Vogues und mit Georges Bringman zu lesen. Das französischsprachige Fanzine wird international für seine Detailgenauigkeit und ausführlichen Recherchen gelobt. Mangels finanzieller Mittel kommt es allerdings nicht mehr zu einer weiteren Ausgabe. Eine nicht unerhebliche Anzahl von Beiträgen liegt noch heute in den Schubladen, darunter ein Interview mit Little Phil and the Nightshadows, sowie ein Interview mit Mike Korbik, anerkannter Musiksammler und darüber hinaus Manager der Beatitudes. 

Das Entstehen des Neo-Psychedelic-Rocks mit Bands wie Slickee Boys, Plasticland, Les Lyres und Prisoners führt dazu, dass sich eine beträchtliche Anzahl von Fans vom Punk-Rock ab- und dem Neo-Psychedelic-Rock zuwenden. In der Wohnung von Pascal Moru treffen sich die Liebhaber dieses neuen Musik-Genres, tauschen ihr musikalischen Vorlieben aus und schaffen Freundschaften, menschlich und musikalisch. Dass nach wie vor bestehende Verlangen der Brüder Moru „ihren kleinen Stein am Gebäude der Hall of Fame of Rock einzusetzen“ führt zur Gründung einer 5-köpfigen Band: Pascal Moru (Bass), Stéphane Moru (Gitar-re), Gilles Lepron (Drums), Pascal Lebois (Gitarre), Pascal Simonin (Gesang). Als erstes suchen die Jungs nach einem geeigneten Gruppennamen, der sowohl die Aufmerksamkeit wecken als auch die musikalische Orientierung der Mitglieder charakterisieren soll. Als erstes kommt Ultimate Orgasm ins Gespräch, was der provozierenden Haltung der Gruppe entspricht, aber wegen der Befürchtung, Ablehnung angesichts zu erwartender vereinfachender und negativer Bilder, mit der die Rockmusik belegt ist, zu wecken, verworfen wird. Nach vielen Diskussionen einigt man sich auf Heretic Dreams . 
Im Folgenden probt die Band an 5 bis 6 Abenden pro Woche unermüdlich, um ihre persönliche Identität zu finden. Die Atmosphäre brodelt und im Überschwang ihrer noch jugendlichen Energie, beschließt die Band in ein Aufnahmestudio zu gehen, um in Eigenproduktion eine Single mit den Titeln „Like Adam with Eva in Hell“ und „Deathchild“ aufzunehmen. Das Cover der Single soll einem Originalcover der Jahre 1966 bis 69 entsprechen (Foto als Negativ, Fischaugeperspektive und sinusförmig eingefärbt). Christian Fontaine, genannt Baby, Freund der Band, wird das Cover kreieren. Robert Peccoraro steuert einen Text im reinen Geist der 60ies bei: „Es erwartet Euch ein Rocksound von verruchter Unschuld und ungezügelter Lust, der Euch nicht mehr loslässt. The Heretic Dreams haben eine Platte mit dem heute so seltenen Rocking-Fucking-Sound aufgenommen. Wünscht, dass „der Rubel rollt“ und die Band ein Rocking-Tripping-Album aufnehmen kann. Die Heretic Dreams sind gekommen, um zu bleiben!!!“
Diese letzte kleine Zeile war eine direkte Referenz an die Slickee Boys.

Trotzt aller Bemühungen erwies sich die Single als Misserfolg. Der Produzent, zeigte eine starke Abneigung gegen die Band, die seine Ansprüche an einen gesättigten, dem Mainstream angepassten, Gitarren- und Rocksound, nicht erfüllt. Die Band lies allerdings nicht zu, dass er ihr seine Vorstellungen aufdrängen konnte, woraus sich ein äußerst gespanntes Verhältnis zwischen Produzent und Band ergab. Bezeichnend für die Auseinandersetzungen war auch, dass das Label der Single noch nicht einmal die korrekte Schreibweise des Bandnamens enthielt, sondern „Eretic Dreams“ zu lesen war. Das traf die Band hart, für die die Aufnahme einer Single eine mystische Dimension bedeutete. Dieses Ereignis zerstörte jedoch nicht das „Feuer“ der Band, vielmehr wurde ein weiterer Anlauf unternommen und zunächst die Anzahl der Konzerte vervielfacht. Als erstes spielte die Band im Vorprogramm der französischen Rockheroen „Little Bob Story“ auf dem Festival Bas-Normand. Anschließend wurden zahlreiche Auftritte in der Region Basse Normandie und Mayenne absolviert. Danach wurden ihnen Konzerte mit den Roadrunners, Innocents und Valentinos angeboten. Das Programm der Band setzte sich zu diesem Zeitpunkt zu 3/4 aus eigenen Titeln zusammen. Eigenkompositionen mit einer ungestümen aber auch verbindenden Energie, die die Band von anderen Formationen unterschied. Eine Musik, angesiedelt zwischen Punk und hartem Rock und vom Gesang englischer Mod-Bands (Who, Action) beeinflusst, wobei Strukturen verwandt werden, die auf den überraschenden Rhythmuswechseln des Garagen-Psyche-Punks der 60iger aufbauen. Auch bei Coverversionen, wie von den Remains „Don’t look back“, Moving Side-walk „99th floor“, Inmates „Shaking“, Elmer Gantry’s Velvet Opera „Flames“, Hangmen’s „What a girl can do“, Steppenwolfs „Born to be wild“ und Flamin Groovies „Shake some Action“ behält die Band ihren unverwechselbaren Sound bei . Die Gruppe gewinnt an Erfahrung und steht im Konkurrenzkampf auf Augenhöhe mit den angesehensten Bands der Region. 

Die Erinnerungen an die ersten Studioaufnahmen sind längst verblasst, als sich Heretic Dreams wieder mit dem Gedanken beschäftigen, erneut ins Studio zu gehen. Glücklicherweise treffen sie auf Lucas Trouble, Organist der Vietnam Veterans, der sich bereit erklärt, vier Titel zu produzieren. Die Band erweist erneut ihre schöpferische Kraft, aber auch ihre ausgeprägte Fähigkeit, „Melodien“ zu erfinden. Ihre Einflüsse reichen vom Psychedelic-Rock (Will I ever find my Baby, Deathchild) über Folkrock (Little Sunny Annie) bis zum Garagen-Punk (I got a face). Die zuvor vorhandene Sorge nicht mit studiofähigen Gitarren ausgerüstet zu sein, erledigt sich, da die Band im Studio auf dort vorhandene Instrumente zurückgreifen und die Aufnahmen, wie gewünscht, einspielen kann.

Zwischenzeitlich waren Heretic Dreams durch FR3 (frz.TV-Sender) angesprochen worden, um an einer Fernsehsendung, namens Rocking-Chair, teilzunehmen; eine Sendung die von Jean Lou Janeir präsentiert wurde. Christian Fontaine, der schon für das Cover der ersten Single verantwortlich gezeichnet hatte, stellte für den Fernsehauftritt ein Bühnenbild her, auf dem die Band als Pharaonen auf einer Fläche von 4 x 2 Metern abgebildet war. Teile dieses Bühnenbildes können heute bei Youtube.com besichtigt werden. Durch die Fernsehsendung wurde der Bekanntheitsgrand der Band weiter gesteigert. Das Pariser Label „Lolita“, welches für seine Vorliebe für Neo-Psychedelic-Bands bekannt war, hatte von den zuletzt vier aufgenommen Titeln gehört, wünschte aber eine Ausweitung des Repertoires, ehe ein Plattenvertrag in Betracht kam. Die Band sollte wenigstens über ein Repertoire von 10 Titel verfügen. 
Leider werden die günstigen Aussichten auf einen Plattenvertrag mit Lolita durch technische Probleme gestört. Um das geforderte Repertoire von 10 Titel zu erreichen, stehen nur 4 Studiotage, unter der Leitung von Lucas Trouble, zur Verfügung. Dieser ist nicht in der Lage, die technischen Voraussetzungen zu schaffen, die notwendig sind, qualitativ hochwertige Aufnahmen einzuspielen. Erste Hörproben ergeben, dass die Aufnahmen total verhallt sind. Später wird sich zeigen, wie sie sich tatsächlich hätten anhören können. Andere Titel erfüllen jedoch die Erwartungen, wie „Secret Noise“ oder „Four Sides“.

Nach dieser Erfahrung fällt die Gruppe zunächst in ein Loch. Die Proben beschränken sich auf das Wochenende und das Verständnis unter den Bandmitgliedern verschlechtert sich zusehenst. Die Band ist müde und Stéphane, einer der beiden Gitarristen und kreativer Kopf, scheint die Aufmerksamkeit der anderen Bandmitglieder nicht wecken zu können. Gilles, der Schlagzeuger, geht berufsbedingt ins Ausland und lässt die lethargisch erscheinende Gruppe zurück. Die Brüder Moru und der Sänger halten den Anschein, dass die Band weiter existiert, aufrecht und produzieren 2 Titel, die auf einen neue und entscheidende Wende hoffen lassen: „I`m Just Insane“, welches eine neue Facette der Band zeigt, Eleganz und Spiritualität zu verbinden, sowie „Ceremony“, indem die Spielweise der Sologitarre für besondere Power sorgt. Das fehlende Schlagzeug wird durch Rhythmusmaschinen ersetzt. Der zweite Gitarrist ist mit der neuen Entwicklung nicht einverstanden und hat Zweifel, den Sound auch live bringen zu können. Die Gruppe driftet auseinander, da sich jeder mit seinen persönlichen Vorlieben beschäftigt. Das Ende der Band wird allerdings nie offiziell erklärt; so als wollte man sich die Möglichkeit offen lassen , sie eines Tages wieder aufleben zu lassen. Ironie des Schicksals ist, dass die Aufnahmen, die mit Lucas Trouble einspielt wurden, nie beim Label Lolita ankamen. 

Robert Peccoraro, Musikfreund erster Stunde und besorgt darüber, dass die Band bald vergessen sein wird, schlägt vor, die Aufnahmen auf Kassette für die „Nachwelt“ festzuhalten und zu veröffentlichen. Die Band ist einverstanden und erlaubt ihm, die Titel für die Kassette auszuwählen. Die Kassette erscheint 1995 in luxuriöser Ausführung, eine Ehrbezeugung nicht nur für die Band, sondern auch für alle Fans, die an die Band geglaubt haben. Die Kassette mit dem Titel „The Secret Noise of Heretic Dreams“ bezeugt das offizielle Ende der Band. 

Die Brüder Moru verfolgen jedoch weiter ihren musikalischen Weg und sichten in ihrem kleinen Heimstudio das von Stéphane, dem Gitarristen, angelegte Archiv. Das Zusammenspiel als Duo hat den Vorteil, die gemeinsamen Einflüsse, sozusagen zweigeteilt, zu verarbeiten. Pascal, der Bassist kümmert sich um die Aufnahmetechnik, wodurch Stéphane sich in erster Linie auf die Musik konzentrieren kann. Robert Peccoraro hört die allererste Aufnahme und schlägt vor, diese als Zusatztitel einer Compilation zu zuführen, die dem amerikanischen Psychedelic-Rock gewidmet ist. Die Compilation-Kassette nennt sich „Psychedelic Wizzards“ und das Stück heißt „Over the bridge“. Es zeigt eine musikalische Neuorientierung der Band mit bis dahin unüblichen Verzerrungen von Tönen bis hin zu einem „Eastern Touch“. Mehrere Gitarrenspuren werden im Wege des Overdubings zusammengelegt und erzeugen eine größer Komplexität des Sounds. In dieser neuen Form heißt die Band nun Murder in the Cathedral. 

Es folgen weitere Aufnahmen im Homestudio und die Idee, erneut eine Schallplatte zu veröffentlichen, reift. Gilles, Schlagzeuger der Heretic Dreams, kommt zurück und beteiligt sich an den Aufnahmesessions, die in wenigen Tagen erledigt sind. Das Album besteht aus 8 Titel, wobei im Wechsel auf ein Instrumentalstück ein Titel mit Gesang folgt. Die Titel räumen dem Gitarrenspiel erste Priorität ein. Deutlich festzustellen ist der pychedelische Einfluss. Die Kritiker beschreiben die Musik als eine Mischung aus Plastic Cloud, Morgen und Grateful Dead. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten erscheint das Album bei „Dig Records“, ein Label, welches auf die Veröffentlichungen und den Verkauf von Garage-Rock der 90iger spezialisiert ist sowie auf Wiederveröffentlichungen aus den 50ies und 60ies. Das Album wird in die USA, England, Deutschland, Belgien, Holland, Schweden, Korea, Japan und Spanien verkauft. Es wird sehr positiv im Neo-Pychedelic-Underground aufgenommen. Das von Jimy Peccoraro gestaltete Cover bezieht sich wahrlich auf die Psychedelische Kunst und enthält ein Einlegeblatt, auf dem die historischen Verbindungen zum Bandnamen Murder in the Cathedral ausgeführt sind. 

Anschließend nimmt die Band verstärkt die Arbeit für ihr zweites Album auf, welches „Afraid of ....“ heißen soll. Aufgrund der schlechten Erfahrungen mit Dig Records muss sie sich erneut auf die Suche nach einem Label begeben. Im Gespräch sind die US-Label Rockadelic und Aether Records, das Label von Stan Denski, der auch Interesse zeigt, aber die Band letztlich zu lange warten lässt....Zu diesem Zeitpunkt kommt wieder ein Kontakt mit Alain Lebon, einem Freund aus der Anfangszeit, zu Stande, der mittlerweile die Labels Soleil de Gaia und Soleil Zeuhl etabliert hat. Lebon hatte verschiedene Bands der Musikrichtung Zeuhl sowie einige herausragende Alben des französischen Progressivrocks veröffentlicht. Alain Lebon und Murder in the Cathedral teilen gemeinsame Einflüsse, aber auch eine gemeinsame Geschichte, was dazu führt, dass man sich zum einen gegenseitig schätzt und andererseits auch die gegenseitigen Erwartungen in Einklang bringen kann. Dies beweist sich schon beim Abhören der Bänder und die Band entschließt sich, das zweite Album in Zusammenarbeit mit Alain Lebon zu veröffentlichen. Es erscheint 1999, erneut mit einem von Jimy Peccoraro kunstvoll gestalteten, den Traditionen der psychedelischen Kunst folgenden, Cover. Es stellt ein düsteres Universum dar, in dem die Laufbahn der kreisenden Monde in eine rätselhafte Verästelung gerät. Das Cover ist aus verstärktem Karton. Das Label der Schallplatte entspricht den einschlägigen Vorgaben aus den 60ies und das Inserat enthält ein Foto der Band. Die Musik ist wesentlich strukturierter als auf dem ersten Album und enthält wesentlich weniger jam-artige Passagen. Die Kritiker bezeichnen die wesentlichen Soundeinflüsse in einer Bandbreite, die von den Byrds bis zu Bevis Frond reicht und den San-Francisco Acid-Sound der 60ies und orientalische Sounds verbindet; zudem loben sie die Weiterentwicklung der Band bezüglich ihrer instrumentalen Ausdrucksformen. 

Anschließend wird die Band angefragt, zu zwei Samplern beizutragen. Dafür spielt sie zwei neue Titel ein. „World in Flame“ ,2002, für den Sampler „Floralia Vol.4“ vereint die verschiedensten Einflüsse der Band mit einer allgegenwärtigen Gitarre, die von einlullend bis verwüstend alle Soundfacetten abdeckt. 

Der zweite neue Titel erscheint auf einer Compilation des US Labels Aether Records mit dem Titel „ Pull up the Paisley Covers, a psychedelic Omnibus“. Konzept des Samplers ist es, von verschiedenen Bands, spezielle Versionen bekannter Titel der 60ies einspielen zu lassen. Murder in the Cathedral entscheiden sich für einen Titel des ersten Albums der Who „The Good’s Gone“. Die Band interpretiert den Titel aus den Anfängen des Psychedelic-Pops auf minimalistische Art. Sie verändert das Arrangement und die Struktur , einschließlich des Instrumentalteils dergestalt, dass die Beat-Einflüsse der Originalversion nicht mehr zu hören sind. Die anderen Künstler auf dem Sampler interpretieren Titel der Master Apprentices, Carolyn Hester, Kilburn Rovers, Pretty Things und Churchills neu. Neben Murder in the Cathedral sind unter anderem Bevis Frond und Mushroom auf dem Sampler verzeichnet. 

Aktuell ist Murder in the Cathedral erst mal „ im Wartestand“. Stéphane Moru, der Gitarrist der Band, hütet mit Hingabe das musikalische Erbe der Band, denn wer weiß, ob nicht der Tag kommt, dem Drang der latent schlummernden Leidenschaft wieder nachzugeben. 


Stéphane Moru, Februar 2007

 

01. Nervous Breakdown 03:57
02. Acid Sea 04:16
03. Bed Of Roses 02:56
04. Pagan Mass 05:14
05. Dead Pictures 04:06
06. Message From The Sun 04:11
07. Chaotic Mediations 04:20
08. Lost Love 04:56
09. God Above Suspicion 02:07
10. War Game 05:44



Bonus: 1st album

Bonus Track 11. No One 05:03
Bonus Track 12. (He Reads) Future In The Past 05:13
Bonus Track 13. Before The Murder 04:24
Bonus Track 14. And The Preachers Made Love Just To Prove There Is No God 07:12
Bonus Track 15. Sad Story 04:15
Bonus Track 16. Echo 05:24
Bonus Track 17. I’m Gonna Die Today 04:15
Bonus Track 18. Expo 1994 04:28




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