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DIE THIRSTY-MOON-STORY
TEIL 4
1975 taten wir uns mit dem Keyboarder und Sänger Gert Lueken und dem Bassisten Heinz Sander zusammen, um erneut als THIRSTY MOON in Live-Besetzung aufzutreten. Beide Musiker spielten vorher bei der Bremer Band
„Train“. Wegen der Veröffentlichung von „Blitz“ im gleichen Jahr unterstützte uns die Plattenfirma auch wieder mit Promotion und ließ Bilder von der aktuellen Vierer-Besetzung machen. In dieser Formation spielten wir am 29. Mai 1975 in der „Lila Eule“ in Bremen und ließen ein Stereo-Tonbandgerät mitlaufen. Es gab nur 2 Mikrofone für die Aufnahme, kein Mischpult dazwischen, keine Möglichkeit des „Abmischens“. Ich legte damals großen Wert auf die Tonband-Zuspielungen der Geräuscheffekte, die teilweise aus Naturklängen, aber auch aus Synthesizer-Sounds bestanden. Damit sie auch in Stereo zu hören waren, wurden zusätzliche Lautsprecher aufgestellt. Im Gegensatz zu heute, wo jede Band eine P.A. benutzt und ein Mischpult, hatten wir damals noch die so genannte „Gesangsanlage“ mit einer Box an jeder Seite der Bühne, aber mono. Die Instrumente hatten separate Verstärker und Lautsprecher. Das Schlagzeug war in einem kleinen Saal ohne Mikrofonierung laut genug.
An eine Veröffentlichung war damals nicht gedacht, erst als wir im Sommer 2006 diese vergessene Aufnahme wieder entdeckten, kam der Gedanke dazu. Das Tonbandmaterial hatte 31 Jahre unbeschadet überstanden und die Aufnahmen waren, an den Umständen gemessen, von erstaunlicher Qualität. Die gerade erst formierte Band bemächtigt sich hier älterer Stücke, wie „Big City“, auf ganz eigene Art, „Blitz“-Titel werden durch Improvisationen erweitert und mit „Dreaming“ wird ein Song präsentiert, der erst auf dem 1976er Album „A real good time“ veröffentlicht werden sollte. Hinzu kommen Titel wie „Volcano“ und „Don’t boogie along“, die bisher noch nie veröffentlicht worden sind. Ich weiß nicht, wie ein unbefangener Hörer diesen Sound beurteilen wird, mir selbst kommt er etwas rau und ungeschliffen vor, aber voller spontaner Einfälle. Mein Text im Titel „Black clouds“ ist improvisiert. „Can you hear the lightning?“ sollte wohl eigentlich „Can you hear the thunder?“ heißen – aber das ist eben „live“! Auch ein Schlagzeugsolo von Norbert wurde hier festgehalten. Bevor es beginnt ruft jemand (wahrscheinlich Gert) mir zu: „Lass’ deinen Bruder mal ein bisschen spielen...“
In Anspielung auf den Titel des zweiten Albums, „You’ll never come back“, nennen wir dieses „I’ll be back – LIVE’75“. Es sind zugleich die einzigen erhaltenen Aufnahmen der Besetzung Lueken/Sander/Drogies/Drogies, zu einer Schallplatten-Veröffentlichung mit diesem Line-up kam es nie. Nachträglich noch einmal herzlichen Dank an Gert und Heinz, dafür, dass sie für wenige Monate des Zusammenspielens unsere Stücke eingeübt haben und sie mit Engagement und in individuellen Interpretationen auf die Bühne brachten.
Jürgen Drogies, Oktober 2006
1971 gegründet spielten Thirsty Moon in wechselnden Besetzungen, stets angeführt von den Brüdern Jürgen und Norbert Drogies, bis in die frühen 80iger Jahre. Die letzte Veröffentlichung stammt aus dem Jahre 1981 mit der LP
„Starchaser“.
Zeittafel
| 1971 |
Jürgen und Norbert Drogies gründen Thirsty Moon. |
| 1972 |
Veröffentlichung des gleichnamigen Albums
„Thirsty Moon“ auf Brain |
| 1973 |
2. Album,
„You’ll never come back“, ebenfalls auf Brain |
1974
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Die 7-Mann-Besetzung löst sich nach 2 LPs auf. Jürgen und Norbert Drogies nehmen zu zweit die 3. LP „Blitz“ im Studio
Boccaccio, Bremen auf. |
1975
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„Blitz“ wird im Februar auf Brain veröffentlicht. Es entsteht wieder eine Live-Formation. Aufnahme eines Konzertes vom 29. Mai 1975 im Bremer Szeneclub „Lila Eule“. |
1976
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Erneute Umbesetzung der Band im Januar. Im Sommer erscheint mit „A real good time“ die 4. LP der Gruppe auf
Brain, produziert von Jürgen und Norbert Drogies. Alle Kompositionen stammen von Jürgen
Drogies, mit Ausnahme „Sundance“ des Pianisten Serge Weber.
Besetzung:
Junior Weerasinghe: Schlagzeug, Gongas, Gesang
Serge Weber: Fender-Piano, Clavinet, Synthesizer, String-Organ
Rainer Neumann: Saxophon, Klarinette
Norberg Drogies: Bass, Perkussion
Jürgen Drogies: E-Gitarre, Akustik-Gitarre, Synthesizer, String-Organ, Gesang |
1977
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In veränderter Besetzung mit Uli Harmssen an den Keyboards und Junior
Weerasinghe, Schlagzeug
und Gesang, erscheint die live aufgenommene Single „I’ll sing your
song/Caught”, auf Boccaccio. |
| 1980 |
Wiederveröffentlichung des 1. Albums mit geändertem Cover unter dem Titel
„Yellow Sunshine“ |
| 1981 |
5. Album “Starchaser” auf
Sky, auf der neben den Drogies-Brüdern Hans-Werner Ranwig mit Gesang und Junior |
2006
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Veröffentlichung der ersten 3 Alben sowie des Live-Konzertes vom 29.05.1975 in der „Lila Eule” sowie Bonusmaterial auf CD. |
Manfred Steinheuer, Oktober 2006
Für weitere Infos werden folgende Websites empfohlen:
www.thirstymoon.de
www.backtothemoon.de
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